DHM Triathlon in Essen

Rennen auf höchstem Niveau

Der Essener Baldeneysee zeigte sich am Morgen der Deutschen Hochschulmeisterschaft Triathlon von seiner besten Seite. Bei perfekten Wetterbedingungen und einer Wassertemperatur von knapp über 22 Grad machten sich die 130 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland auf den Start der Sprintdistanz. Mit dabei waren Max Rüdiger und Moritz Belmann von der Hochschule Darmstadt. Schon der Start war spektakulär. Nach einem Sprint von 40 Metern wartete die erste Wendeboje auf die Sportlerinnen und Sportler. „Die Schwimmstrecke war eine große Herausforderung. Im Pulk um eine Boje zu schwimmen, ist immer schwer. Auch dieses Mal habe ich viele Schultern, Beine und Arme erwischt“, beschrieb Belmann das Durcheinander im Wasser. Erst auf den anschließenden 300 Metern geradeaus entzerrte sich das Feld. Nach 7:38 Minuten kam Belmann als erster der beiden h_da-Athleten aus dem Wasser. Max Rüdiger, der sonst auf den längeren Distanzen unterwegs ist, folgte zweieinhalb Minuten später. „Das Schwimmen war sehr intensiv und schnell. Ein ganz hohes Niveau“, sagte Rüdiger.

Nach dem Wechsel auf dem Rad setzte sich Belmann in den Top 30 des Rennens fest. Zusammen mit einigen Athleten aus Aachen und Erlangen kämpfe er um die Positionen. „Auf dem Rad entwickelten sich schnell Radgruppen, auch wenn dies beim Windschattenverbot eigentlich nicht erlaubt ist. Aber auf Grund der Homogenität der Leistungen und des leichten Streckenprofils, war dies abzusehen“, sagte Belmann. Schon im Ziel kamen deshalb Diskussionen zwischen den Sportlerinnen und Sportlern auf. Disziplinchef Bernd Lange erkannte das Problem und kündigte bei der Siegerehrung nach dem Rennen Veränderungen an. „Wir werden über das Windschattenfahren nachdenken. Ich habe eingesehen, dass etwas passieren muss“, erklärte Lange. Max Rüdiger machte in der Zwischenzeit einen Platz nach dem nächsten gut und platzierte sich beim Radfahren weiter vorne im Feld.

Richtig schnell wurde es dann auf den abschließenden fünf Laufkilometern. Moritz Belmann, der Medienentwicklung studiert, ging den Lauf etwas langsamer an und steigerte sein Tempo über die Laufstrecke hinweg. So machte der 27-Jährige Schritt für Schritt gut und kam am Ende mit einer Zeit von 57:30 Minuten als 25. Athlet ins Ziel. „Das Rennen war unglaublich eng! Das sieht man auch im Ergebnis. Die ersten 33. Sportler absolvierten den Triathlon unter einer Stunde. Das ist beeindruckend“, sagte Belmann. Rüdiger hatte beim Laufen leichte Probleme. Nach den ersten beiden schnellen Kilometern musste der Darmstädter sein Tempo drosseln. Blasen an den Fersen, machten dem h_da-ler zu schaffen. „Normalerweise laufe ich mit Socken, die ich mir in der Wechselzone anziehen. Beim Sprint hat man dazu keine Zeit. So war es mein erstes Rennen in dem ich barfuß gelaufen bin“, erklärte Rüdiger. Nichtsdestotrotz war der Triathlet mit seiner Leistung zufrieden. Nach 1:09:15 überquerte Rüdiger die Ziellinie. „Die Sprintdistanz ist unglaublich schnell. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärte Rüdiger.   

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